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Tanja Hauptstock

Auf dem Wachstumsmarkt der Holzhaus-Familie

Tanja Dasbeck hat ihre Nische gefunden. Seit drei Jahren ist die Diplom-Bauingenieurin selbstständig im Holzhausbau - und bewusst regional tätig:

„Zu meiner Philosophie gehört, dass ich vom Büro in einer Dreiviertelstunde auf jeder Baustelle sein kann, wenn es sein muss.”

In Dortmund hat sie alle Kontakte, auch auf Behördenseite kennt Tanja Dasbeck ihre Ansprechpartner. Ihr Konzept ist die Rundum-Betreuung: „Ich verkaufe keine Pakete. Ich schneide jedes Angebot individuell zu.” Das macht die Kunden zufrieden und Tanja Dasbeck auch. Mit dem Holzbau hat sie nicht nur eine Nische gefunden, die sich wirtschaftlich lohnt, sondern auch eine, in der sie sich richtig wohl fühlt.

So wie ihre Abnehmer in den Häusern - gleich ob in Blockhaus- oder Holzrahmenbauweise:

„Das Wohnklima kann man nicht beschreiben, man muss es erleben.”

Interessenten für Holzhäuser sind sehr interessiert an Details, kommen oft schon gut informiert zum Erstgespräch. Überhaupt ist der Holzhausbau für sie die etwas andere Art in die eigenen vier Wände zu kommen: „Das ist eine richtige Familie - egal ob auf Kunden oder Macherseite.”

Tanja Dasbeck arbeitet in einem Netzwerk mit einer Zimmerei, mehreren Architekten, Handwerkern und den üblichen Baufachleuten zusammen. So wie das Wohnklima findet sie auch das Arbeitsklima in „ihrer” Holzhausfamilie angenehmer:

„Die Menschen, die sich für diese Nische entschieden haben, haben das bewusst getan. Nicht nur, weil sie dort eine Marktchance gewittert haben.”

Doch das Marktsegment wächst, der Holzanteil bei Einfamilienhäusern hat sich in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt:

„Was das Holzhaus dazu bekommt, geht dem Massivbau verloren, neue Märkte werden nicht erschlossen”,

weiß Tanja Dasbeck. Bei An- und Umbauten sieht es noch besser aus:

„Das ist ein Wachstumsmarkt für uns. Die Schnelligkeit, mit der wir solche Vorhaben realisieren können, überzeugt viele.”

Allergien, Umweltfreundlichkeit oder der Wunsch, so bewusst zu wohnen, wie man sich ernährt, sind die häufigsten Gründe für ein Holzhaus. Die weniger offensichtlichen erspürt Tanja Dasbeck mit psychologischem Feingefühl:

„Ich muss auch auf die Bedürfnisse eingehen, die nicht direkt angesprochen werden.”

Wenn das gelingt, gibt es wieder ein neues Mitglied für die Holzhausfamilie. Und die kann - wenn es nach Tanja Dasbeck geht - ruhig noch größer werden.

(aus:existenzielle 2_05, S.35ff )